
Sodbrennen:
Beschreibung für eine brennende oder schmerzhafte Empfindung in der oberen Magengegend und hinter dem Brustbein, wenn der Mageninhalt mit der Schleimhaut in Berührung kommt. Typisches Symptom der Magen-Speisenröhren-Rückflusskrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit).
Die wichtigsten Begriffe:
Antazidum: Nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Apotheke zur Bindung und Neutralisierung der Magensäure. Vor allem eingesetzt bei Sodbrennen, saurem Aufstoßen und säurebedingten Magenschmerzen. Die WHO empfiehlt Antazida, die Magnesiumhydroxid und Aluminiumhydroxid enthalten. Die medizinisch empfohlene Säurebindungskapazität eines Antazidums liegt bei 20 – 25 mVal. Das Antazidum Maaloxan® entspricht genau dieser medizinischen Empfehlung. Maaloxan® gibt es in verschiedenen Formen: als Kautablette, Liquid, Suspension oder Soft Tabs. Es enthält die Wirkstoffe Algeldrat (Aluminiumhydroxid) und Magnesiumhydroxid.
Barrett-Syndrom: Krankhafte Veränderung der Speiseröhrenschleimhaut durch lang anhaltende oder wiederholte Verätzung und Entzündung, die durch die gastroösophageale Refluxkrankheit entstehen kann. Eine Vorstufe des Spreiseröhrenkrebses, der sich in Deutschland stark ausbreitet.
Gastritis: Entzündung der Magenschleimhaut, die meist nach Aufnahme von Reizstoffen wie Alkohol, verdorbener Nahrung, bestimmter Medikamente oder im Rahmen einer Infektionskrankheit entsteht. In der Regel heilt die Erkrankung nach Beseitigung der auslösenden Ursachen ab. Symptome sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch.
Helicobacter pylori: Bakterium, das bei säurebedingten Geschwüren eine große Rolle spielt (Befund bei 90-99% aller Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwüren und bei 70-80% aller Patienten mit Magengeschwür). Der Keim setzt sich auf die Schleimhautoberfläche ab und verursacht von dort aus ein stetiges Ansteigen der Magensäure.
Magen: Einhöhliges Organ aus Muskelgewebe; eines unserer Verdauungsorgane. Der Magen ist mit der Magenschleimhaut ausgekleidet, die durch die Bindung der Magensäure die Magenwand schützt.
Magengeschwür (auch Ulcus ventriculi): Schleimhautdefekt, vorwiegend im Bereich des Magenausgangs, der wahrscheinlich auf eine Störung der schützenden Mechanismen des Magens zurückzuführen ist. Symptome sind Druck, Völlegefühl während und Schmerzen kurz nach den Mahlzeiten, häufig begleitet von Übelkeit und Erbrechen, wobei Blutbeimengungen im Erbrochenen möglich sind.
Magensaft oder Magensäure: Wässrige, salzsäurehaltige Lösung, die im Magen den Nahrungsbrei zersetzt, der anschließend im Zwölffingerdarm weiter verdaut wird. Wirkt bei Kontakt aggressiv auf die Speiseröhrenschleimhaut.
Refluxkrankheit, gastroösophageale (auch Refluxösophagitis, Gastro esophageal Reflux Disease, Abk.: GERD):
Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre durch Fehlfunktion des Schließmuskels. Die Schleimhaut der Speiseröhre wird durch den Magensaft angegriffen und entzündet sich. Häufiges und intensives Sodbrennen können auf eine gastroösophageale Refluxkrankheit (oder auch Refluxösophagitis) zurückzuführen sein. Weitere Symptome: Aufstoßen, Schluckbeschwerden, Reizhusten. Die Entzündung der Speiseröhre über einen längeren Zeitraum kann zum Entstehen von weiteren Krankheiten bzw. zu Komplikationen führen wie etwa Blutungen und Geschwüren (siehe auch Barrett-Syndrom).
Säurebedingtes Geschwür (auch Ulcus pepticum): Der Begriff fasst das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) zusammen. Vorraussetzung ist das Vorhandensein von Salzsäure und Pepsin, weshalb es im unteren Bereich der Speiseröhre, im Magen und im Zwölffingerdarm zu finden ist. In mindestens 80% aller Fälle liegt ein Wiederauftreten nach Abheilen vor, dennoch neigt es nicht zu bösartigen Veränderungen.
Säurebindungskapazität: Fähigkeit eines Antazidums, die Säure zu neutralisieren. Diese wird in mVal angegeben. Die medizinisch empfohlene Säurebindungskapazität liegt bei 20 – 25 mVal pro Einzeldosis.
Schwangerschaft & Sodbrennen: Der zunehmende Druck auf den Magen durch die Schwangerschaft in Kombination mit einer veränderten Hormonsituation führt bei 80 % der Schwangeren zu Sodbrennen.
Schließmuskelmechanismus: Der Schließmuskelmechanismus verhindert oberhalb des Magens das Eintreten der Magensäure in die Speiseröhre. Funktioniert dieser nicht richtig, kommt es zu Sodbrennen.
Speiseröhre: Teil des Verdauungstrakts, der dem Transport der Nahrung vom Rachenraum in den Magen dient. Sie ist beim erwachsenen Menschen etwa 35 - 40 cm lang.
Verhaltensempfehlungen: Die Einschränkung oder Vermeidung des Konsums von sehr fettigen, süßen, sauren oder scharfen Speisen, Alkohol, Kaffee, kohlensäurehaltigen Getränken oder Zigaretten kann das Risiko des Entstehens von Sodbrennen mindern. Zudem sollte Nahrung in kleineren Mahlzeiten und nicht zu spät abends eingenommen werden.
Zwölffingerdarm (auch Duodenum): Der ca. 25 cm lange Zwölffingerdarm (ca. 12 Finger nebeneinander gelegt) schließt direkt an den Magen an und hat die Form eines C. In diese Form eingebettet liegt die Bauchspeicheldrüse.
Zwölffingerdarmgeschwür (auch Ulcus duodeni): Schleimhautdefekt mit gesteigerter Salzsäureproduktion durch einen Vagustonus, der durch Stress und emotionale Belastung verstärkt wird. Meist ist das Geschwür auf eine erbliche Veranlagung zurückzuführen.